Qualitäts-Werkstatt Bern: Künstliche Intelligenz im Kindesschutz: Chancen und Gefahren – Qualität im KindesschutzInteressengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz

Qualitäts-Werkstatt Bern: Künstliche Intelligenz im Kindesschutz: Chancen und Gefahren

Qualitäts-Werkstatt Bern: Künstliche Intelligenz im Kindesschutz: Chancen und Gefahren. An der Qualitäts-Werkstatt vom 29. Mai 2024 wurden zukünftige Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Gefahren von KI im Kindesschutz aufgezeigt und diskutiert.

Die Qualitäts-Werkstatt wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kindheit, Jugend und Familie der ZHAW Soziale Arbeit durchgeführt.

Die digitale Transformation unserer Gesellschaft, des privaten und beruflichen Alltags, wird durch künstliche Intelligenz (KI) rasch vorangetrieben. Computer sind in der Zwischenzeit in der Lage, Aufgaben auszuführen, für die bisher menschliche Intelligenz erforderlich war. Sie können unter anderem Wissen zusammentragen, zusammenfassen und systematisieren, grosse Datensätze in kürzester Zeit auswerten, Muster erkennen, Entwicklungen prognostizieren und Entscheidungen begründen sowie diese Informationen in kohärente Texte zusammenführen. Dabei lernen KI-Systeme beständig und optimieren ihre Fähigkeiten.

KI ist im Kindesschutz angekommen und wird dessen Zukunft beeinflussen. Kindesschutzbehörden in verschiedenen Ländern – so z.B. den USA – setzen zunehmend KI-gestützte Software ein und auch in der Schweiz werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte in diesem Bereich realisiert. KI kann im Kindesschutz beispielsweise eingesetzt werden, um Gefährdungen des Kindeswohls frühzeitig zu erkennen, Daten eines Falles zu analysieren oder erfolgversprechende Interventionsmassnahmen zu eruieren. Neben softwarebasiertem KI-Einsatz kann sie aber auch in die individuelle Fallarbeit einfliessen, in dem z. B. Berichte damit verfasst oder optimiert werden. Allerdings stellen sich dabei diverse fachliche, (datenschutz-)rechtliche und ethische Fragen. Das Potenzial erscheint gross – ebenso die Risiken.

In der Qualitäts-Werkstatt wurde gemeinsam eruiert, welche Einsatzmöglichkeiten von KI es im Kindesschutz in naher Zukunft geben wird und welche Chancen und Gefahren ein solcher Einsatz birgt. Hierzu stellten die eingeladenen Expert*innen Szenarien vor, die die Anwendung von KI im Kindesschutz ganz konkret veranschaulichen. Diese Szenarien wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden fachlich, rechtlich und ethisch eingeschätzt und im Hinblick auf Chancen und Risiken diskutiert.

Inputgeber

  • Dr. David Lätsch, Forscher und Dozent an der ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Kindheit, Jugend und Familie

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Entstehung und Verbreitung von Kindeswohlgefährdungen, Wirksamkeit von Interventionen bei Kindeswohlgefährdung, Virtual Reality als Trainingsumgebung, statistische und algorithmische Vorhersage von Fallverläufen im Kindesschutz.

Moderation

  • Regina Jenzer, Vorstandsmitglied, Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
  • Martin Suter, Vorstandsmitglied, Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz

Zielgruppe

Die Qualitäts-Werkstatt adressiert Fachpersonen unterschiedlicher Professionen und Disziplinen des Kindesschutzes, der Kinder- und Jugendhilfe sowie weitere Interessierte.

Kosten

keine

Interessengemeinschaft für
Qualität im Kindesschutz
St. Johanns Vorstadt 17
4056 Basel
info@qualitaet-kindesschutz.ch
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