2. Nationaler Qualitäts-Dialog Kindesschutz 2021

2. Qualitäts-Dialog 2021 Der Qualitäts-Dialog 2021 findet am 18./19.11.2021 auf Grund der COVID-19-Pandemie rein virtuell statt und kann im Anschluss, bis 31. Dezember 2021, on demand nachgeschaut und -gehört werden. Er wird sich dem Thema «Visionen für einen Kindesschutz mit Zukunft: Impulse für Politik und Praxis» widmen. Anmeldungen sind ab sofort hier möglich.

Virtuell

Donnerstag, 18. November. 2021
– Freitag, 19. November. 2021
Donnerstag, 18. November 2021 von 16.00 bis 19.30 Uhr und Freitag, 19 November 2021 von 9.00 bis 15.40 Uhr

Die Konferenz-Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden.

«Visionen für einen Kindesschutz mit Zukunft:
Impulse für Politik und Praxis»

Der Kindesschutz konnte in der Schweiz professionalisiert und seine Qualität erheblich gesteigert werden. Dennoch bestehen viele Lücken, Mängel und Schwachstellen. Dies hat sich auch im Umgang mit der Coronakrise gezeigt. So ist es bislang nicht gelungen, ein Kindesschutzsystem zu etablieren, das Kinder und Eltern – unabhängig ihres Wohnortes oder Aufenthaltsstatus – auf gleiche Weise Unterstützung zur Prävention und Abwendung von Kindeswohlgefährdungen bieten kann. Die Angebotslandschaften und die jeweiligen Zugangswege sind auf unterschiedlichste Weise organisiert. Auch mangelt es nach wie vor an präventiven Angeboten und wirksamen Hilfen für gefährdete Familien.

Was ist die Ursache dieses Flickenteppichs? In der Schweiz fehlt eine verbindliche gesetzliche Grundlage, anhand derer der Kindesschutz unter Berücksichtigung lokaler Spezifika und Besonderheiten einheitlich im Interesse des Wohls von Kindern und ihrer Familien ausgestaltet werden kann. Wir wollen den zweiten nationalen Qualitäts-Dialog der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz (IGQK) darum zum Anlass nehmen, um aus interdisziplinärer Perspektive über Visionen für einen Kindesschutz mit Zukunft nachzudenken. Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum des Dialogs:

  • Inwieweit kann der Kindesschutz weiter professionalisiert und seine Qualität gesteigert werden?
  • Welcher Visionen bedarf es für die Weiterentwicklung des Kindesschutz?
  • Welche Impulse sollten der Praxis und Politik für einen Kindesschutz mit Zukunft auf den Weg gegeben werden?

Veranstalter
Eine Fachveranstaltung der IGQK mit Unterstützung von Kinderschutz Schweiz, UNICEF Schweiz und Liechtenstein, der MAIORES Stiftung und dem Bundesamt für Sozialversicherungen BSV.

Moderation
Patrick Rohr, Journalist, Fotograf, Moderator, Buchautor

Veranstaltungssprache
Deutsch und Französisch (Simultanübersetzung)

Veranstaltungsort
Auf Grund der COVID-19-Pandemie findet der Anlass rein virtuell statt und kann im Anschluss, bis 31. Dezember 2021, on demand nachgeschaut und -gehört werden. Alle Tagungsbeiträge werden, mit Ausnahme der Qualitäts-Sessions 1 & 2, aufgezeichnet. Eine Anmeldung ist nach dem Anlass weiterhin, bis 31. Dezember 2021, möglich.


 

Programm

 

1. Tag: Donnerstag, 18. November 2021

16.00 – 16.20 Uhr: Begrüssung und Eröffnung, mit Clarissa Schär, Co-Präsidentin Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz, und Regula Bernhard-Hug, Leiterin der Geschäftsstelle, Kinderschutz Schweiz

16.20 – 18.00 Uhr: Qualitäts-Club: «Der Kindesschutz der Schweiz: Flickenteppich mit System?», mit:

  • Patrick Fassbind, Leiter KESB Basel-Stadt und Vorstandsmitglied Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
  • Bettina Junker, Geschäftsleiterin UNICEF Schweiz und Liechtenstein
  • Caroline Kühnlein, Juge cantonal (VD), KOKES Vorstandsmitglied
  • David Rüetschi, Bundesamt für Justiz, Chef Fachbereich Zivilrecht und Zivilprozessrecht
  • Stefan Schnurr, Leiter Institut Kinder- und Jugendhilfe, HSA FHNW
  • Frédéric Vuissoz, Stellvertretender Generaldirektor Direction générale de l’enfance et de la jeunesse (VD)
  • Marco Galli, Leiter Ufficio del sostegno a enti e attività per le famiglie e i giovan (TI)

18.00 – 19.30 Uhr: Qualitäts-Camp: Austausch und Networking mit Apéro

 

2. Tag: Freitag, 19. November 2021

09.00 – 09.05 Uhr: Begrüssung

09.05 – 09.35 Uhr: Qualitäts-Impuls I: Ist der Kindesschutz der Schweiz von Qualität? Philip Jaffé, Direktor des Centre interfacultaire en droits de l’enfant, Universität Genf und Mitglied des UN-Kinderrechtsausschuss

09.35 – 09.50 Uhr Offene Fragerunde zu Qualitäts-Impuls I

09.50 – 10.00 Uhr: Einführung in die Qualitäts-Sessions I: «Die Qualität des Kinderschutzsystems der Schweiz im Blickpunkt»

10.00 – 10.15 Uhr: Pause

10.15 – 11.15 Uhr: Qualitäts-Session I: «Qualität des Kindesschutzsystems der Schweiz im Blickpunkt»

  • Gruppen im Bereich des freiwilligen Kindesschutzes (z.B. Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, KinderärztInnen)
  • Gruppen im Bereich des zivilrechtlichen Kindesschutzes (z.B. KESB, Soziale Dienste)
  • Gruppen im Bereich des strafrechtlichen Kindesschutzes (z.B. Jugendanwaltschaft)
  • Gruppen im Bereich des öffentlich-rechtlichen Kindesschutzes (z.B. Schule, Schulsozialarbeit, Kindertagesstätten)

11.15 – 11.30 Uhr: Pause

11.30 – 12.00 Uhr: Qualitäts-Impuls II: Ziele und Bestandteile eines Kindesschutzsystems mit Zukunft: Vergleich und Bewertung internationaler Beispiele,  Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut und Hochschule Landshut, Fakultät Soziale Arbeit

12.00 – 12.15 Uhr: Offene Fragerunde zu Qualitäts-Impuls II

12.15 – 13.15 Uhr: Mittagspause

13.15 – 13.25 Uhr: Einführung in die Qualitäts-Sessions II: «Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft»

13.25 – 14.25 Uhr: Session II: «Visionen und Impulse für einen Kinderschutz mit Zukunft»

  • Gruppen im Bereich des freiwilligen Kindesschutzes (z.B. Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, KinderärztInnen)
  • Gruppen im Bereich des zivilrechtlichen Kindesschutzes (z.B. KESB, Soziale Dienste)
  • Gruppen im Bereich des strafrechtlichen Kindesschutzes (z.B. Jugendanwaltschaft)
  • Gruppen im Bereich des öffentlich-rechtlichen Kindesschutzes (z.B. Schule, Schulsozialarbeit, Kindertagesstätten)

14.25 – 14.40 Pause

14.40 – 15.30 Uhr: Evaluation der Sessions: Implikationen und Empfehlungen für Politik und Praxis für einen Kindesschutz mit Zukunft, mit:

  • Clarissa Schär, Co-Präsidentin Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
  • Véronique Rossi, Stiftung Kinderschutz Schweiz
  • Peter Voll, Vorstandsmitglied Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz
  • Ursula Leuthold, Vorstandsmitglied Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz

15.30 – 15.40 Uhr: Ausblick und Abschluss: Qualitäts-Standards im Kindesschutz, Kay Biesel, Co-Präsident Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz

 


Teilnahmebeitrag und Anmeldung Qualitäts-Dialog

Kategorie 2 Tage live virtuell und 6 Wochen on demand
Mitglied 185.00
Nicht-Mitglied 225.00

 

Alle Preise in Schweizer Franken (CHF). Preisänderungen vorbehalten. Der Mitgliedertarif gilt für Mitglieder der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz.

Weitere Informationen zum Anmeldeprozedere finden Sie  auf der Seite unseres Kooperationspartners Organizers Schweiz GmbH.


 

Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an

  • Fach- und Führungspersonen verschiedener Professionen mit Aufgaben im freiwilligen, öffentlich-rechtlichen, zivilrechtlichen und strafrechtlichen Kindesschutz;
  • Organisationen, Fachdienste, Behörden etc. aus dem freiwilligen, öffentlich-rechtlichen, zivilrechtlichen und strafrechtlichen Kindesschutz;
  • WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen mit dem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Kindesschutz;
  • an Kindesschutz interessierte Personen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Medien.

 

Methodik
Der Qualitäts-Dialog ist im Unterschied zu klassischen Konferenzen und Tagungen an der Barcamp-Methodik (Unkonferenz bzw. Ad-hoc-Nicht-Konferenz) orientiert. Den Teilnehmenden des Qualitäts-Dialogs wird die Möglichkeit gegeben, Themen, die sie für die Weiterentwicklung von Qualität im Kindesschutz als wichtig erachten, in verschiedenen Gefässen einzubringen. Sie können in Qualität-Sessions vor Ort gemeinsam festlegen, welche Themen sie miteinander bearbeiten wollen.

Die Sessions bieten Raum für Austausch und Diskussion. Sie ermöglichen den Teilnehmenden, zu Teilgebenden zu werden und sich als ExpertInnen einbringen und positionieren zu können. Eine Session ist eine Mischung aus Vortrag und Workshop. Sie beginnt mit einem kurzen Input durch die/den InitiatorIn der Session. Daran anschliessend folgen ausführliche Diskussionen und Dialoge.

Um die Planungssicherheit zu erhöhen, sind für die Qualitäts-Session zunächst Themen vorgeben, von denen angenommen wird, dass sie relevant für die Qualität des Kindesschutzes sind. Die Themen können im Rahmen der Sessionplanung, welche vor Ort stattfinden wird, verändert oder abgewählt werden. Ebenso können neue Themen eingebracht werden. Die Ergebnisse der Qualitäts-Sessions werden live protokolliert. Sie werden für die Dokumentation des Qualitäts-Dialogs und für die Arbeit der Interessengemeinschaft für Qualität im Kindesschutz herangezogen.


Die Tagung wird unterstützt von: